Vortrag „Wechseljahre“ mit Dr. med. Annette Simsch

Wechseljahre – ein Thema, in allen Frauenzeitschriften oft thematisiert, aber trotzdem mit vielen offenen Fragen. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, daß Frau Dr. med. Annette Simsch ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen mit zahlreichen Patientinnen weitergegeben hat.

Zu Beginn eröffnete Daniela von MeinSportclub mit einem Zitat von Oprah Winfrey: „Ich habe mit vielen Frauen gesprochen, die die Wechseljahre als ein Ende sehen. Ich habe jedoch festgestellt, dass es ein Moment ist, um sich selbst neu zu entdecken, nachdem man sich jahrelang nur um andere gekümmert hat. Es ist eine Chance, herauszufinden, was für einen selbst wichtig ist, und dies mit der eigenen Energie, der eigenen Zeit und seinem Talent zu verfolgen.“ Zudem haben Frauen im 19. Jahrhundert die Wechseljahre selten erleben können, denn das Durchschnittsalter von 1890 lag bei gerade mal 44 Jahren.

Frau Dr. Simsch ging zunächst auf die gesellschaftliche Rolle der Frau ein und die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Trotzdem besteht immer noch ein großer Gender Pay Gap, im Durchschnitt verdienen Frauen zwischen 57 und 61 Jahren leider 27 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Wechseljahre fallen häufig mit der Zeit zusammen, in der Frauen besonders stark familiär (Pflege von Eltern etc.). beruflich und gesellschaftlich gefordert werden. Frau Dr. Simsch u.a. ging auf die Rolle der Östrogene ein. Diese haben Auswirkungen auf Gehirn, Haare, Stimmungslage, Knochendichte, Brustdrüse, die Durchblutung, den Cholesterinspiegel und vieles mehr. Die Wechseljahre beginnen meistens zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr. Zunächst sinkt der Progesteronspiegel ab, man schläft schlechter und ist reizbarer. Dann sinkt der Östrogenspiegel ab, und wir verlieren die Schutzfunktion für viele Organe im Körper. Östrogen ist ein wichtiges natürliches Antidepressiva, viele Frauen spüren deshalb, dass sie öfters schlechter gelaunt sind. Der Körper reagiert mit den typischen Beschwerden wie Hitzewallungen. Dann sinkt auch noch der Testosteronspiegel ab. Testosteron macht Frauen frech, mutig, verbessert die Kognition und hilft beim Muskelaufbau. Auch die Haut ist widerstandsfähiger. Wenn wir uns also vorstellen, dass alle drei Geschlechtshormone absinken, so kann man verstehen, warum sich so vieles im Körper verändert. Hat man viel Bauchfett (viszerales Fett), so wird auch im Fettgewebe sehr viel Östrogen produziert. Zusammen mit dem Östrogen aus den Eierstöcken leidet man also eventuell unter einer Östrogendominanz. Wasser wird eingelagert, die Brüste spannen. Nun verläuft das Absinken der Hormonproduktion nicht gleichmäßig, vielmehr sind die Hormonspiegel von Tag zu Tag unterschiedlich. Das macht es auch so schwierig mit der Dosierung und Anwendung von Hormonersatzpräparaten. Frau Dr. Simsch ging auf die Möglichkeiten der Diagnostik ein (es macht in der Regel mehr Sinn, nach der Art und Intensität der Symptome zu behandeln als nach gemessenen Hormonwerten), und sie erklärte, welche Hormonersatztherapien es gibt. Hier ist jede Frau einzigartig, weshalb es immer individuell entschieden werden muss, und abhängig davon ist, was frau im Leben noch plant und erreichen möchte. Frau Dr. Simsch erläuterte Bestandteile der naturheilkundlichen Therapie. Was jedoch immer eine positive Auswirkung hat, sind Training und Ernährung. Das Training sollte neben der Ausdauer auch insbesondere Krafttraining mit Gewichten oder Maschinen enthalten. Am besten sollte man spätestens mit 30 Jahren damit beginnen, denn je mehr die Hormone absinken (z.B. Testosteronspiegel), desto schwieriger wird es, Muskeln aufzubauen. Auch die Muskeln im Beckenboden verlieren Kraft und Elastizität. Hier empfahl Frau Dr. Simsch den Pelvi Chair von MeinSportclub, mit dem man bequem, stressfrei und im entspannten Sitzen die komplette Beckenbodenmuskulatur trainieren kann, am besten in Kombination mit einer lokalen Östrogenisierung, um die Elastizität der Muskeln sicherzustellen. Auch die Ernährung sollte dem Lebensstil angepasst sein, durch Sport und Training kann man sich auch leisten, mehr zu essen. Auf den Insulinspiegel sollte geachtet werden, besonders die Kette von Stress – Stresshormonen – Heißhunger – starke Schwankungen im Insulinspiegel – sorgt dafür, dass viel viszerales Bauchfett aufgebaut und nur schwer Fettposter abgebaut werden. Dann stellte Frau Dr. Simsch ihre neue Therapiegruppe „Deine neuen Schuhe“ für Frauen in den Wechseljahren vor. Die Gruppe bietet Frauen die Chance, sich auszutauschen und sich professionell von Frau Dr. Simsch unterstützen und begleiten zu lassen, wenn man über die medikamentöse/hormonelle Behandlung hinaus noch Unterstützung benötigt. Zum Schluß beantwortete Frau Dr. Simsch noch die Fragen aus dem Publikum. Frau Dr. Simsch hatte noch einen Buchtipp dabei (Anke Sinnigen: Wechseljahre. Das Upgrade: Aufgeklärt und selbstbestimmt durch das Hormonchaos) und ein schönes Kartenset (Anke Sinnigen: Lifehacks für die Wechseljahre: Mehr Power im Hormonchaos. Set mit 48 Karten).

Vielen Dank an Frau Dr. Simsch für den informativen und umfassenden Vortrag und die vielen Denkanstöße.

Lust auf Training in persönlicher, familiärer Atmosphäre bekommen? Dann hier auf der Seite unten deine Kontaktdaten hinterlassen und wir melden uns für einen Probetrainingstermin in Heidelberg, Schwetzingen oder Viernheim.

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Hier ist der Link zur Therapiegruppe: https://www.drsimsch.de/TherapiegruppeWechseljahre-Deine-richtigen-Schuhe/